Donnerstag, 2. Februar 2017

Wer sind wir ?

Liebe Blogleser, herzlich willkommen auf unserem Blog :)

Wir, die Schüler und Schülerinnen der Klasse AH13b des Kuniberg Berufskollegs, sind eine Projektgruppe aus 8 Leuten, die sich über Monate mit dem Thema Nullzinspolitik auseinandergesetzt hat.
Auf unserem Blog wollen wir euch das Thema „Lohnt sich sparen zu Zeiten des Nullzinses?“ näher bringen.
Bei uns findet ihr viele Einträge zum Thema Zinsen, Sparen, Altersvorsorge usw.

Um die Themen zu verstehen, empfehlen wir euch die Artikel nach Anordnung der Kopfzeile zu lesen um dem Leitfaden zu folgen.
Wir hoffen, wir können euch viele offene Fragen beantworten. Wenn ihr noch weitere Fragen habt, dann stellt sie uns einfach unter den einzelnen Beiträgen.



von links oben: Onur, Dominik, Hannah, Natascha
von links unten: Julia, Pauline, Olivia, Caroline

Mittwoch, 1. Februar 2017

Unser Besuch beim Bürgermeister

Hallo liebe Leser,



von links: Onur, Dominik, Julia, Hannah & Herr Tesche
am 08.02.2017 hatten 4 von uns (siehe Bild) die Chance, mit dem Bürgermeister von Recklinghausen, Herrn Tesche, ein Interview zu führen. Es war für uns eine Ehre, dass wir die Möglichkeit hatten, ihn persönlich zu treffen und ihn zu unserem Thema zu befragen. Das Gespräch hat uns nicht nur für unser Projekt weitergebracht, sondern auch persönlich geprägt. Man hat schließlich nicht alle Tage die Chance, den Bürgermeister von Recklinghausen zu treffen und zu interviewen.
Das Interview wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Unter diesem Beitrag findet ihr dann eine kurze Vorstellung des Bürgermeisters. Alle weiteren Videos findet ihr jeweils unter den einzelnen Beiträgen oder auf unserem YouTube Kanal!






Viel Spaß beim Anschauen!

Fazit

Liebe Blogleser,

hier kommt unser letzter Eintrag. Dank des Projektes sind wir nun viel besser über das Thema ,,Sparen - ja oder nein" informiert. Außerdem wissen wir jetzt, dass der Begriff des Sparens, den wir so alltäglich benutzten, viel mehr ist als wir ursprünglich gedacht haben.

Als wir das Thema im Unterricht behandelt haben, schien es uns eher trocken und fremd, aber nachdem wir angefangen haben, uns intensiver mit den einzelnen Themen auseinaderzusetzten, haben wir gemerkt, dass es unser Interesse geweckt hat.
Des Weiteren ist Sparen eine allgegenwärtige Fragestellung, mit der wir uns im Leben früher oder später auseinandersetzten müssen.
Wir hoffen, dass wir euch ein Grundverständnis vermitteln konnten, damit ihr genau so einen Durchblick habt wie wir.


Uns hat dieses Projekt sehr viel Spaß gemacht und wir hoffen, dass wir euch weiterhelfen können.



Dienstag, 31. Januar 2017

Wie beeinflusst Zinspolitik den Börsenhandel?

Wie beeinflusst Zinspolitik den Börsenhandel?

Steigt der Leitzins, dann sinkt die Aktivität auf dem Börsenmarkt. Dies hat zur Folge, dass der Handel, sprich der Austausch von Wertpapieren gegen Kapital, stagniert oder sogar zurückgeht.

Für die Unternehmen bedeutet das, dass sie sich anderweitig Kapital für potentielle Anschaffungen oder für eine Expansion beschaffen müssen und diese vielleicht nicht durchführen können.
Auf der Verbraucherseite hat dieser Schritt zur Folge, dass es aufgrund des „Geldstopps“ zu einer Sparreaktion kommt. Somit sinkt die Nachfrage, weil die Haushalte, statt ihr Geld für Güter auszugeben, lieber sparen.
Sinkt der Leitzins, geschieht in der Theorie genau das Gegenteil.


Was sollte man bei Investitionen bzw. der Anlage von Kapital beachten?

· Anlagelaufzeit (Zeitfaktor)
· Eventuelle Verzinsung
· Höhe der Verzinsung
· Sicherheit/ Möglichkeit eines Kapitalausfalls


·Anlagelaufzeit: Für wie lange stelle ich mein Kapital zur Verfügung? Lange Laufzeit mit einer dafür höheren Verzinsung oder eine kurze Laufzeit mit einer dementsprechend geringen Verzinsung? Auch ist zu beachten, dass das investierte Kapital in der Laufzeit nur unter großen Abstrichen zurückgenommen werden kann. Deswegen sollte man sich vorher im Klaren sein, ob das investierte Kapital während der Anlagenlaufzeit benötigt werden könnte.

·Eventuelle Verzinsung: Wird mein investiertes Kapital während der Laufzeit verzinst?

·Höhe der Verzinsung: Wenn mein Kapital während der Laufzeit verzinst werden sollte, bleibt nur noch die Frage zu klären, wie hoch die Verzinsung ist.

·Sicherheit/Möglichkeit eines Kapitalausfalls: Kann ich bei einem möglichen negativen Szenario mein gesamtes investiertes Kapital verlieren oder gibt es auch die Möglichkeit, dass ich bei bestimmten Investitionen im schlimmsten Fall nur mein investiertes Kapital wieder zurückbekomme und ich weder Gewinn noch Verlust habe?

All diese Fragen, seien sie auch noch so allgemein, solltet ihr bei einer Investition und am besten vor der Investition klären, damit ihr nicht mit einem völligen Kapitalausfall rechnen müsst.

Euer Onur






 







Sonntag, 29. Januar 2017

Aktien

Aktien?!

Wir Sparer leiden unter der derzeitigen Nullzinspolitik besonders. Auf Tages- und Festgeldkonten gibt es kaum noch Zinsen und es sieht nicht so aus, als ob die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins in der nächsten Zeit erhöhen wird und uns so wieder zu mehr Zinsen verhilft. Jedoch kann es sich für Kleinanleger durchaus lohnen, in Aktien zu investieren. Allerdings sollten hierbei einige Regeln beachtet werden.

Was spricht für Aktien?  

Ein sehr wichtiges Argument, das für die Investition in Aktien spricht, sind die europaweit niedrigen Zinsen. Experten sagen, dass Anleger auch ein kleines Stück weit, Risiken eingehen müssten, um aus der Niedrigzinspolitik ihre Vorteile zu ziehen und ihr Kapital gewinnbringend zu vermehren. Außerdem sind Aktien eine attraktive Alternative zur Altersvorsorge.

Welche Produkte eignen sich für Einsteiger?  

Gut geeignet für Einsteiger sind sogenannte ETF (Exchange Traded Funds), börsengehandelte Indexfonds. Anleger setzen damit auf die Entwicklung bestimmter Indices, wie zum Beispiel den Deutschen Aktienindex (Dax). Allerdings sollten Aktienneulinge nicht auf den Dax setzen, sondern auf breit gestreute Fonds, die nicht nur den deutschen, sondern mindestens den europäischen Aktienmarkt umfassen. Laut „Finanztest“ sind globale Fonds am besten geeignet. Sie umfassen nicht nur Aktien verschiedener Länder, sondern zusätzlich Wertpapiere unterschiedlichster Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Ihr Risiko ist also weit gestreut. Beispiele für mögliche ETF sind der MSCI World-Index oder der Stoxx Europe 600. Hier wird euch nochmal erklärt was ein ETF ist.


Wie groß ist das Risiko bei ETF?  

Aktienanlagen sind immer mit einem gewissen Risiko verbunden, auch Investitionen in ETF. Andere Fonds - zum Beispiel Branchenfonds - sind potentiell aber um einiges riskanter. Grundsätzlich sollten Durchschnittssparer beachten, dass sie nur Geld investieren, welches sie langfristig entbehren können - laut „Finanztest“ mindestens für zehn Jahre, besser noch länger. So lassen sich auch zwischenzeitliche Börseneinbrüche aussitzen.

Was ist mit Aktien einzelner Unternehmen?  

Wer Einzelaktien kauft, ist dem Unternehmen „auf Gedeih und Verderb“ ausgeliefert, warnen Finanzexperten. In einigen Fällen winken enorme Gewinne. Wer zum Beispiel Anfang 1997 Apple-Aktien für 1000 Dollar kaufte, ist heute um mehr als 200.000 Dollar reicher. Negativ ins Gedächtnis gebrannt hat sich vielen Anlegern in Deutschland das Beispiel der Telekom-Anleihe. Die „Volksaktie“ stieg zunächst rasant und fiel dann umso stärker. Finanzexperten raten Verbrauchern von Einzelaktien ab.

Gibt es den richtigen Zeitpunkt zum Aktienkauf?  

Nein. Auch wenn die Aktienmärkte gerade nur den Weg nach oben kennen, kann sich der Einstieg lohnen. Finanzexperten raten Verbrauchern zum Einstieg in Raten. Die festgelegte Anlagesumme wird dabei in mehrere Teilbeträge aufgeteilt und im Abstand von mehreren Wochen oder Monaten investiert. Eine weitere Möglichkeit sind dauerhafte monatliche Beträge, die in einen Fonds fließen.

Wo kaufe ich die Aktien?
Für Einsteiger empfehlen Experten den Kauf über eine Direktbank. Dort sei die Depoteröffnung und Verwaltung meist billiger als bei der Hausbank. Viele Hausbanken würden zudem ihre eigenen Fonds empfehlen, nicht unbedingt ETF. Allerdings: Direktbanken bieten ihren Kunden keine Beratungshilfe an. Wer dort Aktien kauft, muss vorher genau wissen, was er will.



Schaut auch noch auf jeden Fall bei dem Artikel Investitionsrisiken/Investitionsfalle nach.
 
Beste Grüße,
euer Onur

Dienstag, 24. Januar 2017

Riester Rente

Hallo Leute und Willkommen zurück!

Ich freue mich, dass ich heute wieder für euch da bin und euch durch die große Welt des Sparens führen kann.
Meine fleißigen Mitschüler haben euch bestimmt in den letzten Tagen ganz viel über das Thema Sparen erzählt.
Aber heute ist meine Wenigkeit wieder an der Reihe, euch mit dem Thema Altersvorsorge auf die Nerven zu gehen.
Kleiner Scherz, ich hoffe mal, dass ihr alle freiwillig hier seid ;).
Okay, unser heutiges Thema behandelt die berühmte Riester-Rente.
Jaaa Riester-Rente! Naja, Spaß bei Seite, aber mal ganz unter uns, wisst ihr eigentlich, was mit diesem Begriff genau gemeint ist? Hab ich es mir doch gedacht, bestimmt nicht. Aber keine Angst, nach diesem Blogbeitrag wisst ihr um so einiges mehr.
Also lasst uns loslegen.
! Vamos !

Also die gute alte Riester-Rente, aber was ist das jetzt genau?
Mit der Riester-Rente wird der Sparer mit sogenannten Steuervorteilen vom Staat unterstützt. Das Geld, was man dann dadurch über die Jahre verteilt anspart, dient dazu, die privaten Altersvorsorgen aufzubauen. Das heißt, die einzelnen Einzahlungen und die staatlichen Zulagen werden dann jedes Jahr in die private Altersvorsorge der Sparer fließen. Daher macht die Riester-Rente es möglich, sich eine Altersvorsorge mit der Unterstützung des Staates zu sichern.
Neben den einzelnen Förderungen des Staates zahlt jeder Riester-Renten-Nutzer vier Prozent seines Bruttoeinkommens in den Riester-Vertrag ein. Diese Einzahlung muss mindestens 60€ pro Jahr betragen. Dafür erhält man dann einige Vorteile wie Zulagen, Steuervorteile und natürlich auch eine lebenslange Rente im späteren Alter.
Damit kann man gut seine meist sehr kleine staatliche Rente ergänzen.
Eigentlich profitiert jeder Arbeitnehmer bei dem Gebrauch der Riester-Rente.
Die Förderung, die jährlich hinzugefügt wird, beträgt ca. 154 Euro.
Für Eltern, die Kinder haben, die noch Kindergeld bekommen, ist noch zusätzlich ein Zuschlag von 185 Euro zu erwarten. Aber das ist noch nicht alles.
Wenn das Kind im Jahr 2008 oder zu einem späteren Zeitpunkt geboren worden ist, kann sogar eine Zuschlag von 300 Euro erwartet werden.
Deswegen lohnt es sich grade für Familien oder alleinerziehende Eltern, die mehrere Kinder zuhause haben, mit der Version der Riester-Rente für ihr Alter vorzusorgen. Aber nicht nur für Arbeitnehmer lohnt sich die Riester-Rente.
Mit der Riester-Rente spart man nicht nur Geld an. Nein, nein, man kann auch durch die Steuererleichterungen seine Vorteile ziehen.

Schon jetzt können die meisten von den Vorteilen profitieren, da man die Beiträge der Riester-Rente bis zu einem Betrag von 2.100 Euro jährlich beim Finanzamt absetzen kann. Und ich denke, das ist nicht grade wenig. Aber im großen und ganzen kommt es auf die Einkommens- und Familiensituation an, welche Beträge man letztendlich genau zahlen muss.
Okay, und wann bekommt man genau die Zahlung aus der Riester-Rente? Die Zahlungen beginnen meistens ab dem 65. oder 67. Lebensjahr.
Für abgeschlossene Verträge, die ab 2012 stattgefunden haben, kann die Rente sogar schon nach dem 62. Lebensjahr ausgezahlt werden, wenn man dies möchte.
Hört sich ja alles schön und gut an soweit, aber wir haben hierbei unseren kleinen Freund, den Nullzins, vergessen. Ja, Ja, der kleine Kerl hält uns echt auf Trab, was …

Die aktuelle Nullzinspolitik der EZB führte leider dazu, dass im Jahr 2016 mehr Riester-Verträge gekündigt als abgeschlossen wurden. Nach Aussage des Bundessozialministeriums ist die Zahl der Riester- Verträge im ersten Viertel dieses Jahres um etwa 1.000 auf 16.481 Millionen zurückgegangen. Was schon eine kleine Menge ist, oder nicht ?
Man hat sich über die Jahre (2002 bis 2015) ein sogenanntes Basisszenario vorgestelt. Man ging eigentlich davon aus, dass das Kapital der Risten-Rente mit einer Rendite von 4,5% verzinst wird. Das war 2002 bei der Einführung der Riester-Rente halt alles noch so schön denkbar, da auch damals die Kapitalmarktzinsen viel, viel höher waren, als sie heute sind. Leider bewegen sich heute unsere Zinsen ganz tief im Keller des Hauses und es sind weit und breit noch keine Besserungen in Sicht. Und unsere Nullzinspolitik hat weiterhin schlechte Auswirkungen auf die Riester-Rente. Der Grund dafür ist, dass es für die Versicherer durch den Niedrigzins immer und immer schwieriger wird, das Geld ihrer Kunden so anzulegen, dass sie daraus einen Gewinn erzielen. Zumal hier auch die Sicherheit der einzelnen Anlagen sehr wichtig ist. Es sieht so aus, als würden die Einkommensverluste bei den Riester-Sparern doch sehr hoch ausfallen, wenn die Zinsen nicht wieder steigen sollten. Es hat sich herausgestellt, dass bei einem Anlagezins von 1,25% die Riester-Rente im Jahr 2050 um 60 % unter dem vorher überlegten Basisszenario liegen soll. Ja genau, dass hört sich wirklich nicht schön an.

Genau heißt das also, wie schön sich die ganze Riester-Renten Geschichte auch anhören mag, durch den Nullzins gibt es einige Schwierigkeiten, die man beim Abschließen dieser Altersvorsorge berücksichtigen sollte. Trotzdem soll die Riester-Rente für Familien mit mehreren Kinder von Vorteil bleiben. Aber zu diesem Thema würde ich wieder sagen; lasst euch lieber gründlich beraten. Und für mehr Infos würde ich euch die Verbraucherzentrale, die in fast ganz NRW vertreten ist, zu Herzen legen.

Ich hoffe, ich konnte euch wieder einmal ein bisschen weiterhelfen. Außerdem hoffe ich, dass ihr jetzt natürlich ein wenig mitreden könnt, wenn zum Beispiel eure Eltern über das Thema Riester-Rente diskutieren.

Ich wünsche euch noch ein schönen Tag meine Lieben.


Adios,

eure Natascha!

Montag, 23. Januar 2017

Altersvorsorge

! Hola meine Freunde !

Na, habt ihr heute auch einmal so ganz nebenbei über euer Leben als Rentner nachgedacht? Zum Beispiel, wie wir fürs spätere Alter vorsorgen sollen? Ja genau... ich auch nicht.
Wirklich, warum auch? Ich bin gerade mal 19 Jahre alt und viele von euch Lesern da draußen sind bestimmt nicht viel älter als ich. Warum sollte man schon in unserem Alter anfangen, über unser Geld in der fernen Zukunft nachzudenken? Naja, eigentlich ist diese Einstellung ganz verständlich. Wieso sollte man sich jetzt schon mit Problemen befassen, die man vielleicht erst in 30-40 Jahren hat?
Aber um ehrlich mit euch zu sein, ich bin der Meinung, man sollte sich trotzdem schon jetzt über die Aussichten in der Zukunft informieren, da diese gar nicht mal so super sind, wie es sich die meisten vielleicht vorstellen.

Worauf ich hinaus will? Ich möchte euch heute das Thema, Altersvorsorge ein bisschen näher bringen und was genau der Nullzins damit zu tun hat.
Tja, Altersvorsorge, ich glaube die meisten von euch haben diesen Begriff schon einmal gehört, doch den Begriff genauer erklären können ihn die wenigsten von euch. Aber keine Sorge, dafür bin ich ja da. Ich denke, eine kleine Erklärung der Altersvorsorge wird niemandem schaden.

Bei der Altersvorsorge, unterscheidet man eigentlich zwischen zwei Hauptbegriffen.
Einmal zwischen der private Altersvorsorge und der staatlichen/gesetzlichen Altersvorsorge.
Beide Bezeichnungen bedeuten, Geld für das Alter zu sparen, um davon später leben zu können. Eigentlich ganz simpel.

Bei der privaten Altersvorsorge, wird im Lebensabschnitt der Erwerbstätigkeit Geld in eine Rentenkasse eingezahlt oder anderweitig am Geldmarkt angelegt. Auf das Geld, das man angespart hat, bekommt man dann Zinsen. Dies kann aber von je nach Art der Vorsorge variieren.

Bei der staatlichen Altersvorsorge, ist dies alles etwas anders. Diese ist nämlich so aufgebaut, dass die jüngere Generation einen Teil ihres Gehalts in die Rentenversicherung einzahlt, wovon die Renten der heutigen Rentner bezahlt werden. So unterstützt die jüngere Generation, die im Berufsleben steht, die etwas ältere Generation, die sich im Ruhestand befindet. Das ganze Prinzip wird Generationenvertrag genannt.
Geht man dann später in Rente, wird eine gesetzliche Rente, private Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung bezogen, je nachdem, für was für eine Rentenart man sich entschieden hat. Also im Grunde kümmert man sich um sein späteres Leben als Oma oder Opa schon jetzt. Egal ob mit einer staatlichen Altersvorsorge, die von der jüngeren Generation unterstützt wird, oder durch eine private Altersvorsorge, die man sich selber über die Jahre anspart.

Es gibt auch noch viele weitere Möglichkeiten, privat für das Alter vorzugsorgen, nur welche die richtigen sind, das muss jeder selber für sich in Ruhe herausfinden. Einige Möglichkeiten sind zum Beispiel die Riester-Rente, die private Lebens- und Rentenversicherungen oder die betriebliche Altersversorgung mit Unterstützung vom Arbeitgeber.

Nun zu unserer heutigen Nullzinspolitik. Während Kreditnehmer sich ganz sicher über niedrige Zinsen für ihr Bau- und Konsumdarlehen freuen, trifft es Sparer zum Teil sehr hart, weil ihr Kapital nur gering bis fast gar nicht verzinst wird. Viele fragen sich nun: Wohin mit ihrem Geld? Private Renten, Pensionen und Lebensversicherungen wurden bisher hauptsächlich von Zinsen abgesichert. Durch angemessene Zinsen füllten sich die Rententöpfe sehr schnell. Gut für die Beitragszahler, nur, seitdem die EZB die Zinsen gesenkt hat, können die Lebensversicherungen und die Banken das Geld nicht mehr vermehren. Eine Berechnung der Deka Bank hat ergeben, dass angesparte Altersversorgungen jedes Jahr um 58 Milliarden Euro an Wert verlieren. Das liegt daran, dass immer mehr Leute ihre Altersversorgungen frühzeitig kündigen. Aber warum ist das so?
Die Erwartungen der Sparer werden einfach nicht mehr erfüllt. Die Menschen dachten, durch eine gute Lebensversicherung oder ein gut geführtes Sparbuch haben sie im späteren Alter genug Geld zur Verfügung. Dieses Geld wird aber im Endeffekt viel weniger sein, als sie erhofft haben, da ihr Kapital aufgrund des niedrigen Leitzinses nur noch sehr gering verzinst wird. Auch für Industrie und Mittelstand hat die Nullzinspolitik Folgen. Unternehmen mit Pensionsverpflichtungen gegenüber ihren Mitarbeitern müssen höhere Rückstellungen bilden, um die Ansprüche der Altersvorsorge ihrer Belegschaft zu erfüllen. Laut Berechnungen der Unternehmensberatung Towers Watson stiegen die Pensionsverpflichtungen der DAX- Konzerne in den vergangenen zwei Jahren um rund 40 Prozent auf 424,9 Milliarden Euro. Das belastet die Gewinne und verhindert Investitionen.

Im Großen und Ganzen sollte man sich dann doch wirklich Gedanken machen, wie man eigentlich richtig für die Zukunft sparen kann. Deshalb gebe ich euch einen kleinen Rat mit auf euren Weg. Informiert euch frühzeitig! Zumal es in diesen Zeiten echt wichtig ist, sich richtig beraten zu lassen. Man muss sein Geld ja nicht unbedingt zur Bank bringen, es gibt auch andere Arten zu sparen. Aber dazu mehr in einem anderen Beitrag.


Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen helfen oder euch sogar ein bisschen die Augen öffnen.
Bis zum nächsten Mal :)
Natascha

Donnerstag, 19. Januar 2017

Investitionsfalle

Hallöchen,

Investitionsfalle, jeder hat den Begriff schon mal gehört, doch keiner weiß, was genau er eigentlich bedeutet.
In Zeiten der Nullzinsen, also in der Zeit, in der wir gerade leben, hört man immer öfter von Investitionsfallen. Das liegt daran, dass bei einem so niedrigen Zins viel Geld im Umlauf ist. Die Banken vergeben also viel mehr Kredite. Die Hürden für die Kreditvergabe sinken, so dass sich jeder einen Kredit nehmen darf, selbst diejenigen, die nicht in der Lage sind, ihn zurückzuzahlen.

Auf der anderen Seite investieren viele Leute und landen in einer „Spekulationsblase“.
Eigentlich, ist das gar nichts Neues. Im 17. Jahrhundert waren Tulpen in Holland total beliebt, deshalb kauften viele Leute Tulpenzwiebeln. Durch die große Nachfrage stiegen die Preise für die Tulpenzwiebeln rasant an. So stark, dass angeblich ein Haus mal so viel wert war wie drei Tulpenzwiebeln. Nach einiger Zeit verkauften die Leute ihre Zwiebeln aber wieder, so dass ein Überangebot auf dem Markt entstand. Die Tulpen verloren in kürzester Zeit 95% ihres Wertes.
Die Tulpenmanie ist ein erschreckendes Beispiel für eine Spekulationsblase. Einfach gesagt, rechnen viele Menschen damit, eine bestimmte Ware in Zukunft mit großem Gewinn verkaufen zu können. Deshalb kaufen sie viel davon ein. Die große Nachfrage lässt die Preise steigen. Irgendwann wird den Anlegern bewusst, dass die Ware stark über ihren eigentlichen Wert gehandelt wird. Sie bekommen Angst, dass die Preise wieder fallen könnten und verkaufen ihre Ware schnellstmöglich, solange der Preis noch hoch ist. Das führt zu einem größeren Angebot auf dem Markt und lässt die Preise wieder sinken.
Das Resultat : Die Spekulationsblase platzt.
Um sich in dieser Zeit abzusichern, erhöhen Banken ihre Kreditraten. Das heißt, viele Menschen können ihre Kredite dann nicht mehr bezahlen. Dieser enorme Geldfluss, der dann fehlt, löst eine Reihe von Kettenreaktionen aus. Im Endeffekt führt dies dann zu einer weltweiten Wirtschaftskrise.
So entstanden schon mehrere Krisen, wie zum Beispiel im Jahr 2000 bei der Spekulation mit Aktien der Internet- und Telekommunikationsbranche oder 2007 die Immobilienkrise in den Vereinigten Staaten.




                    



So, ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen verdeutlichen, wie gefährlich es sein kann, in unsichere Dinge zu investieren. Also seit schlauer und investiert nur, wenn der Profit auch versichert ist!



Bis bald, eure Caro!

Samstag, 14. Januar 2017

Investitionsmöglichkeiten

Sparbuch
Das Sparbuch ist unter dem gesamten Spektrum der Anlagemöglichkeiten für deutsche Anleger das Nonplusultra schlechthin. Sicherlich haben die meisten von euch, als sie noch klein waren, von ihrer Oma oder ihrem Opa auch ein Sparbuch bekommen in dem Glauben, dass durch altbewährtes Sparen sich das angelegte Geld schnell vermehren würde. Jedoch befinden sich die Zinsen heutzutage bedingt durch die EZB-Nullzinspolitik zwischen einem halben und einem Prozent. Trotzdem gilt es, auch aufgrund der garantierten Einlagensicherung durch die Banken und den Staat, als eine der sichersten Anlagemöglichkeiten.


Bundesanleihen
Bundesanleihen der BRD sind verzinsliche Wertpapiere mit meist sehr langen Laufzeiten. Diese liegen zwischen fünf und dreißig Jahren. Der besondere Vorteil einer Bundesanleihe für den Anleger ist in erster Linie die hohe Sicherheit dieser Anlagemöglichkeit, welche auf einer Spitzenbonität (=Kreditwürdigkeit) der BRD beruht. Bundesanleihen haben dabei einen festgesetzten jährlichen Zinssatz. Aber wieso teilt der Staat Bundesanleihen aus? Kurz gesagt, im Grunde genommen aus demselben Grund, wieso Unternehmen Aktien austeilen, um zusätzlich Kapital zu beschaffen.


TagesanleiheAls Alternative zu den Bundesanleihen gibt es die Tagesanleihen. Sie vereinen die Vorteile von sicheren Bundesanleihen und der Anlage als Tagesgeld. Aber was bedeutet das? Im Gegensatz zu den Bundesanleihen, bei denen wir unser Kapital langfristig meist auf mehrere Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte anlegen, können wir bei Tagesanleihen täglich auf unser Geld zugreifen. Ein weiterer Vorteil ist, dass unser Kapital täglich verzinst wird und wir maximal vom Zinseszins profitieren können. Die Ausgabe der Anleihen erfolgt bei der deutschen Finanzagentur und die Zinsen sind flexibel. Die Zinsen können je nach Situation und Lage schwanken, was positiv aber auch negativ für den Anleger sein kann.


Tagesgeldkonto
Das Tagesgeldkonto ist das Gegenstück zu den Tagesanleihen des Bundes. Im Gegensatz zu diesen erfolgt keine tägliche Verzinsung des Kapitals, wodurch wir nicht wirklich vom Zinseszins profitieren können, sondern die Verzinsung des eingesetzten Kapitals erfolgt meist einmal im Quartal oder am Jahresende. Grundlage hierfür ist jedoch der aktuelle Tagessaldo. Durch die Möglichkeit des Onlinebanking ist diese Form der Kontoführung meist kostenlos.


Bis zum nächsten Artikel.
Euer Onur

Donnerstag, 12. Januar 2017

Lohnt sich das Sparen überhaupt noch?


In dem vorherigen Beitrag habe ich euch etwas über die Veränderungen der EZB-Zinspolitik informiert und erläutert, welche genauen Auswirkungen diese Veränderungen auf uns private Haushalte haben. Nachdem ich über die aktuelle Zinspolitik und den Niedrigzins geschrieben habe, kam bei mir zumindest - und bei einigen von Euch sicherlich auch - die Frage auf, ob sich das Sparen - so wie wir es kennen - heute überhaupt noch lohnt bzw. es noch sinnvoll ist.

Bevor ich dieser Frage auf den Grund gehe, möchte ich zuerst einmal den doch sehr allgemeinen Begriff des „Sparens“ genauer unter die Lupe nehmen und einige seiner vielen Facetten zum Vorschein bringen. Reden wir allgemein hin vom „Sparen“, so werdet ihr sicherlich an das klassische Sparbuch denken, dass Oma und Opa vermutlich schon direkt nach eurer Geburt für euch angelegt haben. Natürlich, vor meinen Recherchen für dieses Thema hatte ich dieselbe Denkweise und war überrascht, welche neuen Eindrücke ein Perspektivenwechsel mit sich bringen kann.
Zum besseren Verständnis werde ich nun auf zwei Arten des Sparens genauer eingehen. So haben wir zum einen das Sparen mit dem Ziel des „Vermögenserhalts“ und zum anderen das Sparen mit dem Ziel des „Vermögensaufbaus“.

Ich bin kein Freund von Pauschalisierungen und auch niemand, der direkt etwas für schlecht erklärt, nur weil gerade die Mehrheit anderer Meinung ist. Denn meist denken wir, wenn wir über das Sparen reden, zu einfach und haben nur meist das gute alte Sparbuch um Kopf. Viele Medien haben in der Zeit nach der Entscheidung der EZB für die Nullzinspoltik davon gesprochen, dass es für die Deutschen als „Sparernation“ nur Nachteile gäbe und dieser Kurswechsel für uns Sparer die größten Nachteile mit sich bringen würde. Doch vergessen viele, dass man nicht nur aus Profit-und Kapitalvermehrungsgründen sein Geld ansparen sollte, sondern dass es auch noch eine Vielzahl anderer Gründe haben kann. Gucken wir uns dazu zunächst das Sparen mit dem Ziel des Vermögenserhalts genauer an.

Beim Sparen mit dem Ziel des Vermögenserhalts legt man überschüssiges Geld zur Seite, da es im Moment nicht benötigt wird. Dieses Geld wird aufbewahrt und für eine gewisse Zeit lang mit weiterem überschüssigen Geld erhöht. Nun hat man ein sog. Finanzpolster und kann im Notfall auf dieses Polster zurückgreifen, z.B. wenn man eine Waschmaschine oder ein neues Auto kaufen will oder kaufen muss. Genauso gut kann es sein, dass sich sparen auch ohne hohe Verzinsung lohnt, da es z.B. bei Jobverlust ebenfalls als Stütze dienen kann. Deswegen ist die Aussage, dass Sparen während einer Nullzinspolitik oder einer geringen Verzinsung sinnlos ist, ein Denkfehler sowie meiner Ansicht nach nicht korrekt.

Sparen mit dem Ziel des Vermögensaufbaus ist die andere Option und kann je nach Anlageoption mit gewissen Risiken verbunden sein. Hier wird das Geld nicht nur gespart, sondern es wird gezielt versucht, das zur Verfügung stehende Kapital zu maximieren. Dies kann in Form von Investitionen in Aktien oder Immobilien geschehen und ist auch bei einer Nullzinspolitik oder gerade während der Nullzinspolitik rentabel, da, wie wir bereits gelernt haben, gerade in dieser Zeit günstig Kapital für Investitionen beschafft werden kann.

Bis zum nächsten Artikel,
 

euer Onur

Dienstag, 10. Januar 2017

Auswirkungen auf Banken

Hallöchen,

wie ihr bereits wisst, hat die Nullzinspolitik extremen Einfluss auf uns als Bankkunden und Kreditnehmer. Die Folgen der Nullzinspolitik kriegen wir am eigenen Leib zu spüren. Doch auch an den Banken geht die ganze Sache nicht spurlos vorbei, auch sie bekommen die Folgen zu spüren.

Doch es hat natürlich auch Vorteile für die Banken, denn durch die Nullzinspolitik leihen sie sich viel lieber Geld, da die Zinsen momentan so niedrig sind. Sie können sich das Geld quasi zum Nulltarif bei der Europäischen Zentralbank leihen.
Die EZB hat ihre monatlichen Anleihen um 20 Milliarden Euro erhöht. Normalerweise verleiht die EZB um die 60 Milliarden Euro, nun ca. 80 Milliarden Euro. Durch diese Erhöhung entsteht ein Überangebot von Liquidität. Durch das Überangebot von Liquidität sinkt also der Zins, doch dies ist nicht ausschließlich positiv. Kreditnehmer bekommen zwar günstiger Kredite, doch wer Anleihen kauft oder traditionell spart, wird noch weniger Rendite bekommen als sonst.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, betont, dass die Geldpolitik nicht den Sparer glücklich machen, sondern die Wirtschaft der (südlichen) Euro-Länder ankurbeln soll. Doch dass der Niedrigzins Unzufriedenheit und Ablehnung bei dem traditionell einfachen Sparer verursacht, damit hat wirklich niemand gerechnet.

Zurzeit können wir uns „noch glücklich“ schätzen, dass die Banken uns noch nicht mit negativen Zinsen für unser Bankguthaben belasteten.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig die Augen öffen.

Bis bald eure Julia

Samstag, 7. Januar 2017

Auswirkungen der Niedrigzinspolitik auf Kreditnehmer und Sparer

Hallöchen,
sicherlich habt ihr schon mitbekommen, dass zurzeit die Nullzinspolitik im Eurowährungsraum herrscht. Meist bekommen wir wirtschaftspolitische Änderungen kaum zu spüren, doch die Nullzinspolitik kann jeder am eigenen Leib erfahren und gerade Kreditnehmer und die traditionellen Sparer sind davon betroffen. Kredite sind zwar zurzeit leichter zu finanzieren, doch sein Geld auf dem Sparkonto anzulegen, bringt leider nicht so viel Rendite. Gerade unsere Großeltern wünschen sich eine möglichst hohe Rendite für ihre Altersvorsorge, doch da müssen wir sie vorerst enttäuschen.

Auf das Geld, welches wir auf unserem Girokonto oder Tagesgeldkonto anlegen, gibt es monatlich lediglich nur bis zu ca. 0,25% bis 1% Zinsen. Genauere Infos zu Tagesgeldsätzen könnt ihr hier erfahren. Da jedoch die Inflationsrate im Dezember 2016 bei 1,70% lag und auch für dieses Jahr ähnliche Werte erwartet werden, lohnt es sich nicht, das Geld auf dem Bankkonto anzulegen, da man in kommenden Zeiten weniger Zinsen für sein Geld bekommen wird. Doch für Leute in unserem Alter, sprich 18-20, für diese lohnt es nicht, zu investieren. Sie sollten ihr Geld lieber auf einem Sparkonto anlegen und sich über die Zinsen, auch wenn es nur kleine Beträge sind, freuen. Für Wohlhabende lohnt es sich somit, mehr Geld in Güter anzulegen und zu investieren. Sparen rentiert sich für sie also eher nicht.

Diese Zinsen sind so niedrig, dass wir bei einer Inflation nicht mal die Preissteigerung von Lebensmitteln, Benzin etc. bezahlen könnten. Auch die Leute, die eine Lebens- oder eine Rentenversicherung abgeschlossen haben, können sich nicht freuen, denn sie können von den niedrigen Leitzinsen nicht profitieren. Warum genau sie davon nicht profitieren, könnt ihr in dem Artikel über Altersversicherungen genau nachlesen.

Versicherungen empfehlen ihren Kunden, ihr Geld eher in festverzinsliche Wertpapiere anzulegen, wie zum Beispiel in Staatsanleihen. Eine andere Möglichkeit wäre, das Geld in Immobilien oder in Aktien zu investieren, denn ansonsten dümpelt das Geld nur auf dem Konto rum und wir bekommen nahezu keine Zinsen dafür. Die Frage ist jetzt nur: Wo erziele ich die meiste Rendite? Langfristig gesehen würde es sich eher lohnen, in Immobilien zu investieren. Sie bringen langfristig sehr hohen Gewinn und bieten währenddessen eine gute Altersvorsorge. Doch wer lieber kurzfristig investieren und schnell viel Geld machen will, der sollte lieber in Aktien investieren. Wer sich nicht allzu gut mit der Börse auskennt, hat es dann jedoch ziemlich schwer. Um wirklich den größten Nutzen zu bekommen, empfehle ich immer, persönlich eine Beratungsstelle aufzusuchen. Ihr könnt euch zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale erkundigen, welche Alternative für euch die beste ist.

Leute, die ihr Geld lieber sparen, müssen verstärkt auf die reale Rendite achten, denn die tatsächliche Verzinsung von unserem Geld zeigt nicht die nominale Verzinsung. Sie zeigt die reale Verzinsung, welche unter Berücksichtigung der Inflationsrate erfasst wird. Die kaum steigenden Preise der Eurzone wirken sich positiv auf die realen Renditen aus. Diese lag zwischen Anfang 2008 und Ende 2014 im Schnitt bei 1,8%. Der Wert wurde für Vermögen aus Bargeld, Bankguthaben und Lebensversicherungen berechnet. Auch wenn die reale Rendite höher ist als die nominale, so bleibt sie niedrig. Dazu kommt der steigende Strafzins, welcher hauptsächlich die Großkunden betrifft und die Gefahr mit sich bringen kann, dass die Banken ihre Gebühren an ihre Kunden weitergeben. Das bedeutet, dass man ab einer gewissen Summe Zinsen zahlen muss, weil man das Geld bei der Bank auf dem Konto lagert. Außerdem belasten die Banken ihre Kunden mit Kontobewegungsgebühren oder Kontoführungsgebühren. Wenn du dich mehr über das Thema Konto und Gebühren informieren willst, kannst du das hier tun. Daraus resultiert, dass der Sparer am Ende den Kürzeren gezogen hat, da er für sein Geld keine Zinsen bekommt, sondern Strafen zahlen muss.
In den letzten vier Jahren erzielten deutsche Haushalte mit ihrem Finanzvermögen eine reale Rendite mit dem jährlichen Durchschnitt von 3,4%. Als der Euro 2002 eingeführt wurde, lag die reale Rendite bei rund 6%. Durch die Einnahmen aus Versicherungen, Investmentfonds und Alterssicherungen wurde die reale Rendite stabilisiert.

Darüber hinaus haben Leute, die vor einigen Jahren Bundesanleihen gekauft haben, jährlich etwa eine Zinsausschüttung von 3%-4% bekommen. Heute bekommen sie keine Zinsen mehr.

Also zusammengefasst lässt sich sagen, dass es heutzutage leider nicht so sinnvoll ist, sein Geld traditionell zu sparen, da die Zinsen zu niedrig sind, um einen Nutzen daraus zu ziehen. Dies gilt aber grundsätzlich nur für Jugendliche und Leute, die nicht ein halbes Vermögen auf dem Konto haben. Für Kreditnehmer allerdings ist es positiv, da sie für ihre Kredite kaum Zinsen zahlen müssen und die Investitonsmöglichkeiten sehr vielfältig sind.


Bis bald eure Julia 

Freitag, 6. Januar 2017

Auswirkungen der EZB-Zinspolitik auf die privaten Haushalte

Hallo Freunde der Sonne,

Nun werde ich in diesem Beitrag erläutern, inwiefern ihr und ich, also wir, die „Privaten Haushalte“ von dem Thema Nullzinspolitik betroffen sind und was das für unser Spar- und Konsumverhalten bedeutet. Darüber hinaus werde ich versuchen, der Frage auf den Grund zu gehen, ob sich das klassische Sparen noch lohnt und welche alternativen Anlagemöglichkeiten uns in unserer heutigen Zeit zur Verfügung stehen. Dabei werde ich auch insbesondere auf Investitionsrisiken und das ökonomische Anlegen von Kapital eingehen.

Bevor ihr euch diesen Beitrag durchlest, solltet ihr zum besseren Verständnis wissen, was genau die EZB ist und welche Aufgaben sie hat. Außerdem, wie die Zinspolitik der EZB als Instrument dient, um eben diese Aufgaben zu meistern. Ebenso solltet ihr euch in unseren anderen Beiträgen über den Wirtschaftskreislauf informiert haben und wissen, in welcher Beziehung die einzelnen Wirtschaftssektoren zueinander stehen.

Wir, die privaten Haushalte, sind ein wichtiger Bestandteil des Wirtschaftskreislaufs, da wir Arbeit anbieten und Konsumgüter nachfragen. Dazu nutzen wir Geld und in unserem Fall den Euro als allgemein anerkanntes Zahlungsmittel. Als Gemeinschaftswährung von derzeit 19 Staaten ist, wie ihr wisst, die Aufgabe der EZB, dieses Geld zu verwalten, die Geldmenge zu erhöhen oder zu senken (genaueres unter dem Punkt EZB). Die Erhöhung und Senkung des Leitzinses ist einfach gesagt unter anderem dafür da, um unser Spar- und Konsumverhalten aber auch das Investitionsverhalten von Unternehmen zu steuern. Doch wie genau geschieht das eigentlich?

Hoher Leitzins
Ein Leitzins, der durch die EZB verhältnismäßig hoch angesetzt ist, sorgt dafür, dass es für die Banken teurer ist, sich von der EZB Geld zu leihen. Allgemein lässt sich sagen, dass je höher der Leitzins ist, desto teurer wird es für Banken, sich Geld von der EZB zu leihen. Als Folge dessen suchen sich die Banken andere Kapitalquellen und hier kommen wir privaten Haushalte ins Spiel. Aber warum?
Die Banken sind nicht dumm und wissen, dass sie uns Haushalte mit entsprechenden Verzinsungen dazu bewegen können, unser Geld auf der Bank zu parken, wo es mit der Zeit schön verzinst wird und wir es sicher verwahren können. Der Vorteil für uns Haushalte liegt klar auf der Hand. Dadurch, dass wir unser Geld anlegen, können wir unser Vermögen vervielfachen, ohne dabei ein bestimmtes Investitionsrisiko eingehen zu müssen. So haben wir auch für schlechtere Zeiten und Notlagen ein dickes Polster bei der Bank, das uns in diesen Zeiten helfen kann. Der große Vorteil für die Banken liegt in der rentableren Variante der Kapitalbeschaffung. Durch eine hohe Verzinsung des Kapitals von Haushalten werden immer mehr Kunden ihr Geld bei der entsprechenden Bank anlegen und somit ihre Liquidität sicherstellen. Im Ganzen ist dies günstiger als die hohen Zinsen, die sie bei der EZB für geliehenes Geld zahlen müssen.

Auswirkungen auf Unternehmen?

Wenn wir unser Geld bei den Banken parken, geben wir natürlich auch weniger Geld für den Konsum aus, was wiederum schlecht für die Unternehmen ist, da wir hier ein Überangebot und ein Nachfragedefizit haben.(Für mehr Infos guckt euch auch nochmal die Auswirkungen der Nullzinspolitik auf den Wirtschaftskreislauf an.)

Niedriger Leitzins / Nullzins:
Ein Leitzins, der durch die EZB verhältnismäßig niedrig angesetzt ist, wie es jetzt der Fall ist, hat zur Folge, dass es für die Banken sehr günstig ist, sich von der EZB Geld zu leihen. Allgemein lässt sich sagen, dass je niedriger der Leitzins ist, desto günstiger wird es für Geschäftsbanken, sich Geld von der EZB zu leihen. Somit tritt genau das Gegenteil von dem ein, was ich gerade bei dem hohen Leitzins erläutert habe. Warum genau sich die EZB so verhält, darauf werde ich gleich noch einmal Bezug nehmen.
Durch die niedrigen Zinsen der EZB sind Geschäftsbanken nicht mehr so dringend auf unser Geld angewiesen. Die Folge ist, dass unser Erspartes auf der Bank nicht mehr so hoch verzinst wird wie zuvor bei hohem Leitzins. In einigen Fällen kann es sogar vorkommen, dass die EZB Negativzinsen bzw. sogenannte Strafzinsen erlässt. Für die Banken bedeutet das, dass sie Strafen zahlen müssen, wenn sie ihr Geld bei er EZB parken. Diese Strafzahlungen werden dann im schlimmsten Fall auf den Kunden - also auf uns - abgewälzt, der anstatt Zins für sein Erspartes bei der Bank Strafen bekommt. Diese Maßnahme soll einfach dafür sorgen, dass die Banken weniger Geld ansparen oder bei der EZB lagern, sondern das Geld, was sie haben, in Umlauf bringen. Nun sind wir alle nicht auf den Kopf gefallen und wir werden uns sicherlich eine Bank suchen, bei der dies nicht der Fall ist, oder wir nutzen unser Geld sinnvoll auf eine andere Art und Weise.
Auch wenn es für die Kunden keine Strafzinsen geben würde, so ist es aus ökonomischer Sicht betrachtet sicherlich nicht die rentabelste Variante, sein Geld in einem Sparbuch bei der Sparkasse anzulegen, bei der wir eine Verzinsung von durchschnittlich etwa 0,01% zu erwarten haben. Sicherlich sprechen einige sehr gute Gründe dafür, genau dies zu tun, dazu aber später mehr.

Warum senkt dann die EZB den Leitzins, zu Ungunsten der Haushalte? Mögen die uns nicht? Im Grunde genommen geht es gar nicht darum, dass wir Sparer so wenig Zinsen wie möglich bekommen, sondern etwas ganz anderes steckt hinter dieser Taktik. Vielmehr soll der Nullzins als Anreiz für uns Haushalte dienen, Geld auszugeben und so wie die Banken zu helfen, die Wirtschaft anzukurbeln. (Mehr dazu unter dem Punkt Geldpolitik). Durch den niedrigen Leitzins können wir günstig Kredite aufnehmen und uns viele Wünsche erfüllen, wie z.B. den Traum vom Auto oder vom Eigenheim. Jedoch bringt dieser hemmungslose Konsumwahn auch einige Risiken mit sich und das Ganze kann auch nach hinten losgehen. (Dazu jedoch mehr unter Investitionsrisiken/Investitionsfallen)

Nach alledem, was ich euch nun darüber erzählt habe, wird sich der ein oder andere sicherlich fragen, ob sich das Sparen während der Nullzinspolitik überhaupt noch lohnt. Wenn Euch diese Frage genauso brennend interessiert wie mich, dann schaut einmal in den nächsten Beitrag rein, in dem ich genau dieser Frage auf den Grund gehe.


Bis zum nächsten Beitrag.

Euer Onur

Donnerstag, 5. Januar 2017

Inflation Deflation


Hallo ihr Lieben,
ich werde euch heute die Inflation und Deflation erläutern. Ihr könnt eventuell nichts mit diesen Begriffen anfangen, aber die Auswirkungen beeinflussen unser Leben. Ich fange mal mit der Inflation an.

Unter einer Inflation versteht man die Preissteigerung von einem Kalenderjahr auf das andere. Dadurch verliert der Euro im Vergleich zum Vorjahr an Wert und somit können wir uns für einen Euro weniger Güter kaufen. Experten sprechen auch von einer Geldentwertung. Eine Inflation entsteht durch eine hohe Nachfrage und einem niedrigen Angebot. Das führt dazu, dass die Anbieter die Preise anheben können. Meistens werden die Preise aber aufgrund höherer Löhne oder steigender Rohstoffpreise erhöht. Eine Inflationsrate um 2% wird als Zielmarke der EZB angegeben.

In Deutschland gab es 1922/23 eine Hyperinflation. In der Zeit vervierfachten sich die Preise für Waren und Dienstleistungen wöchentlich. Aufgrund dieser Erfahrung orientiert sich Deutschland heute an einer Inflationsrate von 2,0%. Bei dieser Rate steigen die Preise nicht ganz so stark an. Der Währungsverlust ist noch überschaubar und kann beispielsweise durch Lohnerhöhung ausgelichen werden. Für 2017 wird die Inflationsrate von 1,5% erwartet. In den USA wird sie nach Schätzung bei 2,1% liegen.

Wie kommt es zu einer Deflation?
Die Deflation ist ein Rückgang des Preisniveaus, hier ist die Nachfrage niedriger als das Angebot. Die Preise für Waren und Dienstleistungen gehen dauerhaft zurück.
Dafür gibt es verschiedene Gründe. Aber meistens entsteht die Deflation, wenn auf dem Markt mehr angeboten als eingekauft wird. Wenn die Sparquote bei vielen Haushalten ansteigt, ist es logisch, dass die Nachfrage sinkt. Deshalb sinken der Absatz sowie der Umsatz und die Unternehmen senken die Preise. Weiterhin produzieren die Unternehmen weniger, wofür weniger Mitarbeiter benötigt werden; und es kommt zu Entlassungen (siehe Grafik). Aufgrund der sinkenden Einnahmen können sie nicht mehr alle Mitarbeiter bezahlen. Teilweise kommt es sogar zu Standortschließungen einiger Firmen.




(inflation-deutschland.de)


                                 





Ich hoffe, ihr habt diese zwei Wirtschaftsphasen nun verstanden. Bei Fragen meldet euch.

Bis bald, eure Olivia

Dienstag, 3. Januar 2017

Zinsen- Was ist das überhaupt?

Zinsen – Was ist das überhaupt?

Jeder hat schon mal etwas von ihnen gehört und weiß, dass es sie gibt. Wenn man sich jedoch etwas mehr mit dem Thema beschäftigt, wirft dies einige Fragen auf. Wieso gibt es sie überhaupt? Wozu ist der Leitzins gut? Resultiert aus dem niedrigen Leitzins tatsächlich eine Inflation, wie es in der Theorie sein sollte?

Wenn man sich Geld leiht, muss man Zinsen zahlen, das ist allseits bekannt. Der Kreditgeber trägt ein gewisses Risiko, wenn er Geld verleiht, und wird dafür durch die Zinsen entschädigt. In der Zeit, in welcher das Geld verliehen ist, kann er dies z. B. nicht selbst investieren. Zinsen könnte man daher auch als Preis für das geliehene Geld bezeichnen.
Die Bank bietet allen Menschen an, sich Geld zu leihen, solange sie kreditwürdig sind, also in der Lage sind, die geliehene Summe und die Zinsen zurückzuzahlen.
Wie hoch die Zinsen sind, wird durch verschiedene Faktoren bestimmt.
Zum einen durch den Leitzins der zuständigen Zentral- oder Notenbanken. In Europa ist dies die EZB, in den USA die FED. Von diesen zentralen Geldinstitutionen beziehen die Geschäftsbanken ihre Reserven, für welche sie Zinsen zahlen müssen. Wenn sie wenig Zinsen bezahlen müssen, der Leitzins also niedrig ist, verlangen sie i.d.R. auch niedrige Zinsen von ihren Kunden. Falls der Leitzins erhöht wird, werden sehr wahrscheinlich die Zinsen für neue Kredite (kurze) bei der Bank höher sein.
Somit ist der Leitzins ein Mittel der EZB, die Wirtschaft im Eurowährungsraum in einem gewissen Maße zu beeinflussen.

Wenn der Leitzins niedrig ist, sind Unternehmen eher dazu geneigt, viel zu investieren, und die Nachfrage der Verbraucher steigt in der Regel ebenfalls. Wenn man Geld benötigt, ist es ja sinnvoll, es sich zu leihen, wenn man zusätzlich nicht noch einen großen Haufen an Zinsen mit zurückzahlen muss, oder? Weiterhin wird meist mehr in Aktien investiert, da die Chancen gut stehen, dass Unternehmen Gewinne erzielen. Dies muss jedoch nicht immer der Fall sein. Wenn ein Unternehmen nicht mit einer erhöhten Nachfrage rechnet, wird es nicht einen Kredit in Anspruch nehmen, um zu expandieren, egal wie günstig er ist. Jedoch sorgen niedrige Zinsen i.d.R dafür, dass mehr Kredite bei Banken in Anspruch genommen werden. Gleichzeitig sind auch die Zinsen auf Sparguthaben niedrig, was beim Anlegen von Ersparnissen ein Nachteil ist.

Zusammengefasst kann man sagen, dass bei niedrigen Zinsen die Banken sich günstiger Geld bei der EZB leihen und somit ihre Kredite günstiger vergeben. Gleichzeitig sind auch die Zinsen für Ersparnisse niedrig. So soll die Wirtschaft angekurbelt werden, indem die Haushalte mehr Geld ausgeben.

Auf der anderen Seite kann die EZB den Leitzins auch erhöhen, wenn sie es für nötig hält. Ein hoher Leitzins sorgt bei einer überhitzten Wirtschaft dafür, dass instabile Preise vermieden werden. Wenn die Produktionskapazitäten ausgelastet sind, führen niedrige Zinsen eben nicht mehr zu einer erhöhten Produktion, sondern zu höheren Preisen.
Dem kann mit den erhöhten Zinsen entgegengewirkt werden, da so die Kredite teurer werden und weniger investiert wird als vorher, womit im besten Fall ein Hauptziel der EZB erreicht werden kann, nämlich die Stabilität der Preise. Bei einem hohen Leitzins steigen auch die Zinsen auf Sparguthaben, sodass es sich wieder mehr lohnt, Geld anzulegen.
Nun wären erstmal einige Gründe erklärt, warum die Zinsen erhöht oder gesenkt werden. Das sind bei weitem noch nicht alle, aber bei so einem komplexen Thema wollen wir es nicht noch komplizierter machen.
Vor diesem Hintergrund lässt sich erklären, warum die Zinsen im Moment so niedrig sind.

Seit der großen Bankenkrise 2007 herrschen niedrige Zinsen vor. Als sämtliche Banken staatliche Hilfe benötigten, um zu überleben, hat zuerst die amerikanische FED den Leitzins gesenkt, gefolgt von der EZB. Dies sorgte dafür, dass Geld billig wurde und somit den Banken ermöglicht wurde, sich große Summen Geld zum niedrigen Zinssatz zu leihen. Weiterhin wurden somit der Dollar und der Euro abgewertet. Wenn der Leitzins sinkt, folgt daraus eine geringere Nachfrage nach Staatsanleihen. Bei einer Senkung des Leitzinses sinkt somit die Nachfrage nach der Währung und sie wird abgewertet. Somit wurden Kredite für Kunden billiger und die zentralen Banken erhofften sich einen Aufschwung der Wirtschaft. Jedoch muss das, was in der Theorie funktioniert, nicht unbedingt in der Praxis funktionieren. Aber warum nicht?

Wie erwähnt, wenn Kunden keinen neuen Kredit aufnehmen möchten, kann die Bank sie nicht dazu zwingen. „Man kann die Pferde zur Tränke führen, saufen müssen sie selber“ (Karl Schiller). Dem defensiven Verhalten der Unternehmen und Haushalte kann man nicht wirklich entgegenwirken und so gelangt das Geld gar nicht erst in den Wirtschaftskreislauf.
Durch diese Zusammenhänge wird auch verständlicher, warum sich sparen zu Zeiten des Niedrigzinses nicht mehr so lohnt wie zuvor. Wenn die Banken durch ihre Kredite keine großen Gewinne mehr erzielen, senken sie gleichzeitig die Zinsen auf die Einlagen ihrer Kunden. Lohnt sich sparen also überhaupt noch?

Ich hoffe ihr blickt bei dem Thema Zinsen nun ein bisschen besser durch.

Bis bald,

Eure Pauline





Wirtschaftskreislauf

Hey Wissensbegeisterte,
Habt ihr euch schon mal gefragt, was mit der Wirtschaft los ist? Wieso Zinsen steigen und sinken? Ob sich sparen noch lohnt?
Nun, all eure Fragen werden in diesem und den weiteren Artikeln rund um das Thema „Sparen während der Nullzinspolitik“ anschaulich und ausführlich behandelt. Ich werde euch zuerst einmal das Gröbste erklären und das Thema kurz anreißen. Der Wirtschaftskreislauf bildet nämlich das Fundament der Konjunktur und spielt die zentrale Rolle. Inwieweit die Zinsen nun die einzelnen Privatpersonen und Institutionen beeinflussen, erfahrt ihr hier.

Der Wirtschaftskreislauf ist ein Modell aus der Volkswirtschaft. Er besteht aus verschiedenen Wirtschaftssektoren: den Haushalten, den Unternehmen, dem Ausland, dem Staat und den Banken.

Das Prinzip ist ganz einfach, die Haushalte kaufen Güter von den Unternehmen, die durch die Nachfrage wiederum Arbeitskräfte brauchen, welche von den Haushalten zur Verfügung gestellt werden. Dieses Wechselspiel aus den Sektoren hält den Kreislauf der Wirtschaft am Leben. Nun gibt es in diesem Kreislauf in der Theorie keinerlei Probleme, Inflation und Deflation spielen keine Rolle, Angebot und Nachfrage sowie der Wettbewerb halten die Konjunktur stabil.
Was aber, wenn es Probleme gibt? Was, wenn das Geld entwertet wird oder die Preise für Produkte auf einmal explodieren?

Wenn es wirtschaftliche Probleme gibt, hat bspw. die EZB die Möglichkeiten, Impulse durch die Senkung/Hebung des Leitzinses zu setzen.
Hauptgründe für den Eingriff in den Wirtschaftskreislauf sind meist Inflation und Deflation.
Bei einer Inflation beispielsweise soll die Geldmenge, die sich im Umlauf befindet, erhöht werden. Dies wird möglich, indem die Zinsen so tief sinken, dass es für die meisten Sparer keinen Sinn mehr macht, zu sparen. Das Geld vermehrt sich bei der Bank nicht mehr oder man müsste vielleicht sogar Negativzinsen zahlen, d.h. noch auf das angelegte Geld draufzahlen, der Bank einen Bonus geben, damit sie auf das Geld aufpasst.
Nun sinken durch den niedrigen Zins auch die Kosten für einen Kredit bei der Bank, heißt, es wird mehr Geld nachgefragt. Unternehmen zum Beispiel sehen das dann als Anlass, um ihr Unternehmen kostengünstig zu finanzieren.
Dies bringt aber auch massiv Nachteile. Unternehmen, die eigentlich schädlich für die Wirtschaft sind, bleiben erhalten und mischen sich so unnötig in den Wettbewerb ein. Die Devise im Wettbewerb lautet „Der Stärkere überlebt“ und nicht anders.

Ein Problem dieses Devisenbruchs ist eine mögliche Überproduktion durch Unternehmen oder ein schuldenfinanzierter Verbrauch über dem persönlichen Limit von Haushalten sowie Unternehmen.
Diese niedrigen Zinsen beeinflussen aber nicht nur Unternehmen und Haushalte, sondern auch Banken, weil diese den Zins nicht festlegen, sondern sich an dem Leitzins der EZB orientieren. Beispielsweise werden die Banken ihr überschüssiges Geld nicht mehr bei der EZB anlegen können, um es zu vermehren, sondern werden es lieber in sichere Staatsanleihen anlegen. Diese vermehren das Geld zwar nicht umbedingt, aber dort ist das Geld sicher und kann nicht durch Strafzinsen etc. verringert werden.
Aber auch der Staat wird in Zeiten der Krise beeinflusst. Subventionen werden zum Teil überflüssig, da die Unternehmen auf kostengünstige Kredite auf dem Geldmarkt zurückgreifen können. In Zeiten der Krise wird der Staat nicht auch noch zusätzlich die Steuern erhöhen, es ist zwar genügend Geld im Umlauf, aber die Ersparnisse von U und HH sinken, weil diese nicht mehr auf traditionelle Art effektiv sparen können.

Die Veränderung der Wirtschaft bleibt aber auch im Ausland nicht unbemerkt. Die Inflation sorgt auch dafür, dass weniger Import aber mehr Export herrscht. Teure Produkte werden auf einmal billiger, dies geschieht im Grunde durch die vorhin angesprochene Überproduktion und die vorherrschende Inflation. Was aber, wenn die Gefahr einer Deflation besteht? Nun, dann werden die Zinsen erhöht.
Die gerade genannten Auswirkungen auf Sparer während des Nullzinses würden sich einfach umkehren. Die Geldmenge, welche sich im Umlauf befindet, würde sinken. Haushalte legen ihr Geld wieder sinngemäß bei der Bank an, da es nun wieder genügend Anlagemöglichkeiten gibt. Nun steigen die Zinsen für Kredite, dem zufolge wird weniger Geld nachgefragt. Unternehmen, als Beispiel, gehen vermehrt insolvent. Es herrscht mehr Arbeitslosigkeit, aber es kann einer Deflation (Angebotsüberhang) vorgebeugt werden. Die Kosten für den Staat steigen, weil mehr Subventionen gezahlt werden müssen.

Wegen des hohen Zinses steigt auch wieder das Preisniveau, sprich die Kaufkraft des Euros. Waren aus dem Ausland sowie aus dem Inland werden für viele billiger und der Import steigt.


Bis zum nächsten mal,

euer Dominik







                                             




                                             





Montag, 2. Januar 2017

Expansive und kontraktive Geldpolitik

Hallo Freunde der Wirtschaft,

wie wir ja bereits wissen, ist das höchste Ziel der Geldpolitik und der EZB die Preisniveaustabilität.
Es gibt jedoch auch Zwischenziele als Indikatoren, um festzustellen, ob das wirtschaftspolitische Ziel eingehalten werden kann. Das sind zum Beispiel die Veränderung des Zinses, der Geldmenge, des Wirtschaftswachstums und andere Veränderungen.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie eine Zentralbank die Geldmenge überhaupt regulieren kann.

Eine Zentralbank kann eine expansive Geldpolitik betreiben, um die verfügbare Geldmenge bei den Geschäftsbanken zu erhöhen. So können diese mehr Kredite vergeben. Das höhere Kreditangebot führt dazu, dass die Kreditzinsen sinken und so die Nachfrage nach den Krediten steigt. Nehmen die Menschen mehr Kredite auf, geben sie mehr Geld für Güter aus, Produktion und Beschäftigungsgrad erhöhen sich. Deshalb ist eine expansive Geldpolitik nur kurzfristig von Vorteil, denn langfristig steigt die Inflation an.

Doch es gibt auch ein wirtschaftspolitisches Instrument, um die Geldmenge, also die Menge des Geldes, das sich im Umlauf befindet, zu verkleinern. Alle Maßnahmen, die das Geldangebot verkleinern, umfassen die kontraktive Geldpolitik.Die EZB benutzt die Offenmarktgeschäfte, also den Handel mit Wertpapieren, um die Geldmenge zu verkleinern, wenn sie Wertpapiere verkauft. Sie sinkt, weil das Geld beim Verkauf einbehalten wird, das Bargeld geht zurück zur Bank und dafür sind die Wertpapiere auf dem Markt.

Etwas Anderes, was die EZB auch tun kann, um die Geldmenge zu senken, ist, die Mindestreserve zu erhöhen. So wird von den Banken bei der Einzahlung mehr Geld einbehalten.
Das andere Instrument neben den Offenmarktgeschäften und der Mindestreserve sind die ständigen Fazilitäten, die zulassen, dass Geld an die Zentralbank geht und somit nicht mehr im Umlauf ist oder dass Geld herausgegeben wird und so die Geldmenge wiederum ansteigt.
Doch auch der Leitzins, von dem man überall hört, kann von der EZB genutzt werden, um die Geldmenge zu steuern. Steigt er, werden die Kredite teuer und die Nachfrage danach sinkt. Sinkt der Leitzins wieder, werden auch die Kredite günstiger.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass man nicht sagen kann, welche Geldpolitik „besser“ ist, denn es kommt auf die Situation an, in der sie angewendet wird. Langfristig gesehen würde eine expansive Geldpolitik nur zur Preisniveauerhöhung führen und wäre somit nicht wirklich sinnvoll.
Kurzfristig hat sie jedoch eine schnelle und reale Wirkung auf die Produktion oder den Zinssatz einer Volkswirtschaft.

Wenn die Konjunktur ansteigt, kann eine kontraktive Geldpolitik dazu beitragen, eine Tendenz zur Inflation möglichst gering zu halten.

Wenn eine Rezession droht, kann eine expansive Geldpolitik die Wirtschaft wieder antreiben.


Ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen.
Eure Hannah